Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 013 - 10.11.2020

14. Braunschweiger Gramsci-Tage am 18. November online

Gesundheit für alle oder Profite für wenige? Folgerungen aus der Corona-Krise für das Gesundheitssystem

Von der Corona-Krise war und ist der Gesundheitssektor in besonderer Weise betroffen. Die Beschäftigten konnten sich dem Infektionsrisiko im Lockdown nur schwer entziehen. Nicht wenige infizierten sich selbst. Als Zeichen der Anerkennung wurde ihrer Sorgearbeit das Attribut „systemrelevant“ angeheftet, und sie wurden öffentlich beklatscht. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Lohnsituation steht aber nach wie vor aus. Sie ist auch Gegenstand des aktuellen Tarifstreites im öffentlichen Dienst.

Die Wirtschaftsdoktrin der letzten Jahrzehnte hat Gesundheit zur Ware degradiert. Die Folgen sind unübersehbar: In den Ländern, in denen der neoliberale Kahlschlag des Gesundheitssystems besonders massiv durchgesetzt worden war, waren die Kapazitäten der Versorgung schon bald nach Aufkommen der ersten Ausbreitungswelle heillos überfordert – mit katastrophalen Folgen. Aber auch in Deutschland war die Sorge um die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems eines der Hauptmotive für die restriktiven Maßnahmen beim Infektionsschutz.

Die Corona-Krise offenbart drastisch die Folgen der profitorientierten Ausrichtung des Gesundheitssektors.

-        Welches sind die Konsequenzen für die Beschäftigten und für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung?

-        Wie muss ein Gesundheitssystem organisiert sein, das als vorrangiges Ziel die allgemeine Förderung der Gesundheit verfolgt?

-        Was muss passieren, um angemessene Arbeitsbedingungen und eine gute Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt zu rücken?

Den Zugang zur online-Veranstaltung erhält man nur nach Anmeldung unter gramsci-tage@biap-braunschweig.de

 

Die 14. Braunschweiger Gramsci-Tage haben das Thema „Zurück zur Normalität oder Transformation in ein sozial-ökologische Gesellschaft? Erkenntnisse aus der Corona-Krise über den Zustand der kapitalistischen Gesellschaft und politische Perspektiven“. Die Coprona-Pandemie hat die Krise der globalisierten und deregulierten Weltökonomie drastisch vor Augen geführt. Sie hat breite gesellschaftliche Gruppen in eine existenzbedrohende Situation gebracht. Die zwangsgebremste Ökonomie hat unfreiwillig aber auch einen kurzen Ausblick auf unerschlossene Potentiale für Mensch und Natur eröffnet. In den Vorträgen und Diskussionen geht es um kritische Gegenwartsanalysen und Perspektiven für eine linke politische Strategie.

Die 14. Braunschweiger Gramsci-Tage tragen der besonderen Situation im Jahr 2020 nicht nur inhaltlich, son-dern auch konzeptionell Rechnung. Die Hygieneerfordernisse lassen eine Veranstaltung im gewohnten Format nicht zu. Es finden daher kürzere Einzelveranstaltungen zu thematischen Schwerpunkten mit Präsenz vor Ort und interaktiver Übertragung in das Internet statt. Die Anzahl der Teilnehmer*innen in den Präsenzveranstaltungen ist reduziert.

 

Flyer Veranstaltungsübersicht

 

Flyer Veranstaltung 18. November 2020


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